Southern Utah und Northern Arizona

Wir sind in einem der schönsten Teile der USA, leider auch in einem kalten und schneereichen Teil der USA. Mal sehen wie das herauskommt.

Vor fünf Jahren war ich schon einmal hier. Damals hatten wir aber nicht viel Zeit (wir waren auf einem Roadtripp für eine Woche und, naja, wir sind viel gefahren). Ich wollte unbedingt noch einmal in den Bryce Canyon. Dieser Nationalpark hat eine spezielle Magie die mich hier her lockt.

Blick in den Bryce Canyon
Bryce Canyon

Der Nationalpark hat kurzzeitig die Tore geschlossen – mangels Finanzierung (Shutdown und so). Zum Glück sind auch hier mehrere vernünftige Parteien zusammengekommen und so konnten wenigstens Teile des Parks wieder eröffnet werden (Danke viel mals!). Wir sichern uns einen Platz auf dem Campingplatz – wobei das wäre nicht nötig. Es hat Schnee und die Wettervorhersage sagt -15°C, da hats nicht viele Camper.

Auf gehts zum Wandern. Wir schnallen unsere Spikes an die Schuhe (gut haben wir die noch gekauft) und machen uns auf den Weg in die Hoodos hinein.

Schnee und Eis im Bryce Canyon
Schnee und Eis

Der Schnee intensiviert den Kontrast zu den rote-braunen Hoodos nocheinmal. Das ganze wirkt noch viel eindrücklicher als im Sommer. Und das Beste? Es hat viel weniger Leute hier. Der Weg ist zwar oft vereist und es hat viel Schnee, mit den Spikes an den Schuhen aber absolut kein Problem.

Es gibt hier verschiedene Wanderungen und viele Trails lassen sich gut miteinander kombinieren. Da es bereits Nachmittag ist, können wir nur ca. 3 Stunden unterwegs sein bevor die Sonne untergeht – und es richtig kalt wird.

Mitten in den Hoodos im Bryce Canyon
Hoodos

Mit den letzten Sonnenstrahlen entzünden wir ein Feuer – also nicht mit den Sonnenstrahlen selber sondern während die letzten Sonnenstrahlen – ach ihr wisst schon. Es gibt einen feinen warmen Linsensalat (ich wurde ja gebeten nicht nur von feinem Essen zu reden sondern dieses auch zu benennen) und dann ziehen wir uns in unser beheiztes Trotti-BrumBrum zurück.

Campervan im Schnee im Bryce Canyon
Trotti-BrumBrum

Die Nacht haben wir gut überstanden, die Heizung hat funktioniert (ich hatte etwas Angst, denn die Heizung ist nur spezifieziert bis 2000 müM und wir sind hier auf rund 2500 müM). Jetzt heisst es entscheiden wie weiter. Utah hätte noch sehr viel Schönes zu bieten, aber das Wetter schlägt um und es ist viel Schnee in den nächsten 10 Tagen angesagt. Ausserdem ist es schon mitte Januar, und wir müssen noch an die Ostküste…. schweren Herzens entscheiden wir uns also, die Gegend zu verlassen und uns langsam auf den Weg Richtung Osten, Süden zu machen. Nächstes grosses Ziel, Grand Canyon. Bis dahin? Einige hundert Kilometer Autofahren.

Nach nur rund 24 Stunden im Bryce Canyon brechen wir also bereits wieder auf. Wir umfahren Grand Staircase Escalante südlich und plötzlich kommt mir etwas in den Sinn. Hier in der Gegend ist doch dieser Instagramer Ort? Ja genau, der berühmte Ort, von dem es so viele Bilder gibt. Da müssen wir einen Stopp machen.

Horseshoe Bend in Page Arizona
„Unbekannter Ort“

Ok, dieses Foto ist auch im Kasten, jetzt kanns weitergehen. Wir wollen uns das Monument Valley noch ansehen, liegt ja auf dem Weg (also fast, nur 300 Kilometer Umweg). Nach zwei Stunden Autofahrt – Nebel und Schnee.

Zufahrtsstrasse zum Monument Valley im Schnee.
Zufahrtsstrasse

Wir fahren bis zum Eingang, da wollen sie uns 20 US-Dollar abknöpfen für die Aussicht in die Wolken, wir lehnen angesäuert ab, und drehen um.

Monument Valley im Nebel und Schnee
Monument Valley

Es hat ja einen Reiz das Ganze im Schnee und Wolken zu sehen, aber die volle Dosis erhält man halt hier nur bei gutem Wetter, so wie vor 5 Jahren.

Monument Valley in den USA
Monument Valley

So bleibt Christina leider dieses Abenteuer vorenthalten und ich muss in meinen Erinnerungen schwelgen. Naja, wir dürfen uns nicht beklagen, wir haben ja viele schöne Dinge bisher erleben dürfen.

Also, zwei Stunden zurückfahren, und nocheinmal eine Stunde weiterfahren bis Flagstaff und rein ins Motel. Mittlerweile fallen die dicken Schneeflocken bereits vom Himmel und wir haben es gerade noch rechtzeitig ins Motel geschafft. Hier harren wir der Dinge für ein paar Tage.

Reisezeitraum:13. Januar bis 17. Januar 2019

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