Helgelandskysten der Süden – Jeder Kilometer lohnt sich

Seit nunmehr fünf Wochen bin ich unterwegs und es bestätigt sich, was viele schon geschildert haben. Ein ganzes Leben reicht wohl nicht, um alle schönen Plätze in Norwegen zu besuchen. Alleine entlang dieser Küstenstrasse könnte man wohl ein ganzes Jahr reisen.

Seit gut einer Woche fahre ich der Küste entlang nach Süden. Noch immer bin ich oberhalb von Trondheim und ich könnte wohl viele Blogeinträge verfassen um alle Erlebnisse zu beschreiben – aber dann hätte ich keine Zeit mehr für die Erlebnisse und das will ja keiner ;-).

Kunstwerke entlang der nationalen Touristenstrassen

Die 18 nationalen Touristenstrassen in Norwegen führen nicht nur entlang herausragender Naturszenerien, sondern sind auch mit mal mehr und mal weniger originellen Kunstwerken versehen. An einem dieser Kunstwerke bin ich hängengeblieben – oder ich war einfach nicht zu faul die Kamera zu zücken wie bei einigen anderen.

Foto eines künstlerisch gestalteten Rastplatzes an der nationalen Touristenstrasse mit Marmortischen.
Rastplatz an der 17er

Das Scheisshäuschen war leider noch zu – es hat wohl viel zuwenige Touristen hier – was wiederum mein Glück ist (also nicht, dass das Scheisshäuschen zu ist, das ist ehnder ärgerlich).

Der rote Marmor den man im Vordergrund sieht stammt aus der Region um Fauske. Der auch als „Norwegian Rose“ bekannte Marmor ziert unter Anderem das UNO Hauptgebäude in New York – wie mir ein tschechischer Steinmetz erzählt den ich zufällig hier treffe.

Der Frühling kommt in riesigen Schritten

Es ist spannend zu sehen wie der Frühling hier gerade in riesigen Schritten daherkommt. Einerseits weil der erste Wechsel auch bei uns oft schnell geht – müsst euch einmal darauf achten wie schnell es plötzlich geht bis die ersten Wiesen grün sind und die ersten Bäume spriessen sowie die ersten Blumen blühen. Andereseits fahre ich auch noch südwärts, was den Effekt beschleunigt.

Während an einem Tag noch alles trist braun-grau eingefärbt ist, sehe ich am nächsten Tag 100 Kilometer südlich plötzlich die ersten grünnen Gräser und gleben Huflatichblüten. Und plötzlich ist es auch möglich einige Schritte in die Höhe zu wagen.

Foto eines mit Eis belegten Waldweges in Norwegen.
Waldweg im Frühling

Belohnt wird man dann mit Blicken auf die Landschaft aus der Höhe (für einmal nicht mit der Drohne, sondern mit meinen Füssen).

Foto aus der Höhe auf eine landwirtschaftlich geprägte Küste
Landwirtschaftlich geprägte Küste

Und plötzlich fällt mir auf, dass die sonst so allseits präsenten roten Strassenmarkierungspfosten für die Schneepflüge verschwunden sind – ein weiters Zeichen, dass der Sommer naht.

Landwirtschaft

Die Landschaft verändert sich zusehends. Ich lasse die alpinen Bergzüge hinter mir und vor mir tut sich weites Land auf. Wohl immer noch gesäumt von Bergen im Osten, aber nicht mehr so hochalpin sondern mehr mediteran – rundlich und flacher.

Wie ich schon geschrieben habe, gehört die Hardangerregion zu der Obstregion von Norwegen. Hier oben schlägt der Einfluss des Golfstroms erneut zu – ideal für die Landwirtschaft. In diesem Teil von Norwegen ist der grösste Teil der norwegischen Landwirtschaft angesiedelt, flache Gebiete mit mildem Klima. Und so sieht man öfters riesige Gehöfte mit Stallungen und landwirtschaftliches Land. Wohlgemerkt bin ich nur ca. 100 Kilometer südlich des nördlichen Polarkreises.

Bild einer regennassen Strasse im flachen Norwegen.
Strasse im flachen Norwegen

Das Wetter wird besser – idealer Zeitpunkt für den Besuch des Torghatten

Ab und an werfe ich einen Blick in meinen Reiseführer und in diesem Fall habe ich das gerade noch rechtzeitig gemacht. Den ich realisiere, dass der Torghatten – ein sehr bekannter Berg mit einem Loch drinnen – ganz in der Nähe ist. Ideal also, um etwas Zeit hier zu verbringen.

Blick aus dem Loch des Torghatten Richtung Osten in die Wolken am blauen Himmel.
Torghatten – Blick nach Osten

Doch dazu dann in einem eigenen Beitrag mehr.

2 Antworten auf „Helgelandskysten der Süden – Jeder Kilometer lohnt sich“

  1. Lieber Janosch
    Durch deine packenden Beiträge fühle ich mich so als würde ich die Reise mitmachen. Danke vor allem auch für die tollen Fotos.
    Glg

    1. Liebe Alexandra

      Das freut mich sehr. Mir macht das Schreiben spass und wenn es dann auch noch jemand liest, umsobesser. Wenn er/sie es dann auch noch toll findet – was will ich mehr 😉.
      Viel Spass beim Mitreisen.

      Liebe Grüsse ins Liechtenstein
      Janosch

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