Balzers – Bergen in 4 Tagen.

Am Samstag 24. März 2018 um 04.10 Uhr ist es losgegangen. Nachdem ich noch kurz ein Tupperwaregeschirr in Triesen abgeliefert habe – hoffe das Bier gilt als Ausgleich für den Kartoffelgratin – ging es los. Erstes Ziel: Cuxhaven.

Cuxhaven

Warum Cuxhaven fragen sich jetzt die einen – warum nicht antworte ich diesen. Cuxhaven liegt an der Elbemündung und am Wattmeer und ist rund 1000 km von Balzers entfernt, eine Strecke die alleine an einem Tag machbar ist. Ausserdem klingt der Name doch toll oder? Aber ganz ehrlich, die Entscheidung war eine spontane – ich habe GoogleMaps angeschaut und Cuxhaven entdeckt und mich spontan entschieden dorthin zu fahren.

Wirklich viel spektakuläre Dinge gibt es in Cuxhaven nicht zu sehen, das Wattmeer allerdings hat seinen Reiz und eine Wattwanderung ist auf meine Bucketlist gewandert (im unteren Drittel). Ich wollte aber vorallem etwas Ruhe und Schlafen sowie den Camper im realen Einsatz testen und so verbrachte ich die meiste Zeit auch im und ums Fahrzeug.

Quer durch Dänemark

Die nächsten rund 500 Kilometer wollte ich etwas gemütlicher angehen und habe zwei Zwischenstopps eingelegt. Den ersten in St. Peter Ording – liegt einigermassen auf dem Weg und war erneut eine spontane Entscheidung.

Ein Campingplatz mit vielen Campervans in St.Peter Ording.
Campingplatz in St. Peter Ording

Ich frage mich was all diese Camper um diese Jahreszeit dort machen – ok allgemein hat es nicht viele Menschen hier im Moment aber trotzdem.

Die nächste Nacht habe ich in Dänemark, genauer in Kirk unterhalb des Thyr Nationalparks verbracht. Ich wollte hier den Nationalpark anschauen. Auch hier keine Menschenseele unterwegs. Ein Abstecher in ein Fischerdorf hat sich dann aber gelohnt.

Ein roter Volvo Traktor am Strand im Meerwasser.
Ein Traktor im Meer

Denn da steht doch glatt ein Traktor im Meer. Dieser ist nicht dort zum Spass oder Baden – sondern verrichtet seinen Dienst, indem er Fischerboote aus dem Meer an den Strand zieht.

Fähre nach Bergen

Ich wusste, dass ich von Hirtshals aus die Fähre nach Norwegen nehmen möchte, denn der Weg über Schweden wäre nicht günstiger gekommen und ich möchte ja in den Norden hoch. Stellt sich noch die Frage nach dem Wetter und den Temperaturen. Nach einigem Recherchieren habe ich mich dann entschieden, direkt nach Bergen zu verschiffen und nicht nach Kristiansand oder Stavanger. Dies deshalb, da der Golfstrom hier nun zum Tragen kommt und in Bergen Temperaturen herrschen die zumindest im Moment höher sind als jene in Hirtshals.

Also eine Fähre gebucht – und nach meinen Erfahrungen von der letzten Fähre ein paar Euro mehr bezahlt für eine gute Kabine (viel mehr geschlafen habe ich trotzdem nicht).

Ich also rauf nach Hirtshals, denke mir noch so, ich hab ja noch Zeit bis die Fähre abfährt (20.00 Uhr), da kann ich ja noch etwas shoppen, evtl. zum Barbier oder so – denkste. Hirtshals um diese Jahreszeit ist wohl das gottverlassenste Kaff weit und breit. Alles zu, keine Menschen, nur Hafen und Fischereiindustrie. Hmm, Standheizung an, Musik an, Zeitschriften hervor nehmen und chillen. Dann runter zum Hafen, rein in die Schlange – Standheizung an Musik an und Zeitschrift lesen. Durchs Check-In in die nächste Schlange – ihr wisst schon – jetzt habe ich mir aber zusätzlich noch ein Joghurt gegönnt – man gönnt sich ja sonst nichts. Die armen Säcke in den normalen Autos haben sicherlich rund 3 Stunden gefroren.

Rein in die Fähre, rein in die Kabine, etwas Essen, rauf aufs Decke – nee keine guten Fotos – runter in die Kabine, schlafen, rauf aufs Deck für den Sonnenaufgang – nee keine guten Fotos – runter, Frühstücken, duschen, noch weiter runter und wieder einmal warten. Dann raus aus der Fähre (mittlerweile ist es Mittags um 12.30 Uhr) und rein in die Zollhalle. Was ich den hier mache, was ich so dabei habe, einmal aufstellen und vom härzigen Hund abschnüffeln lassen (streicheln und knuddeln nicht erlaubt), erklären dass ich keine Einfuhrgenehmigung benötige für den Balznerbock (klärt sich dann in einem anderen Beitrag), alle Türchen und Fächer öffnen, dann etwas plaudern über was ich so alles gebaut und eingebaut habe und ob ich dass den beruflich mache – nee. Also gut, eine schöne Zeit in Norwegen und viel Spass.

Und da bin ich nun – in Norwegen!

 

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