Abschied vom Norden – Sommer ich komme

Während ihr 30° C und Sonnenschein habt, Regnet es hier und die Schneeschmelze ist in vollem Gange. Zeit für mich, in den Süden zu kommen.

Ich verlasse die Lofoten

Nach aufregenden und wunderschönen Tagen auf Lofoten habe ich ja, wie geschrieben, in Lødingen etwas entspannt. Nach drei Tagen ohne Sonnenschein war dann aber meine Bordbatterie leer und somit musste ich meinen gemütlichen Stellplatz mit WLan verlassen (hätte ich nicht so viel Netflix geschaut, die Batterie hätte länger gehalten).

Unschlüssig wie es weiter gehen soll, mehrer Tage Regen in Aussicht und im Wissen, dass ich mindestens 5 Stunden fahren muss um die Batterie voll zu kriegen bin ich losgefahren. Zuerst noch etwas weiter nördlich rauf um dann den Bogen nach Narvik zu machen, einer Industriestadt an der E6. Narvik hat, ausser der weltgrössten Eisenerzverladestation (glaube ich zumindest so gelsen zu haben), nichts zu bieten und so bin ich bei strömendem Regen einfach durchgefahren. Doch die Frage stellte sich rasch, wie weiter. Eben Regen ist angesagt.

Übernachtung improvisieren

Da die Sonne erst nach 21.00 Uhr untergeht (also wenn sie nicht von den Wolken verdeckt ist) es also lange hell bleibt, bin ich einfach gefahren. Weiter und weiter und weiter und weiter. Doch irgendwann musste ich ja übernachten, nur einen geeigneten Stellplatz habe ich nicht gefunden. Also irgendwann spät abbiegen auf einen grossen Parkplatz und Schottendicht und Nachtruhe. Am Morgen dann früh wach, da ich eben nicht nur ein Parkplatz erwischt habe, sondern wieder einmal einen Busbahnhof – mit viel Betrieb am Morgen.

Und jetzt?

Ich bin immer noch weit oberhalb des Polarkreises. Zur Auswahl steht der gleiche Weg zurück wie ich gekommen bin, nämlich über die E6 runter nach Trondheim, oder der F17 der Küste entlang (eine nationale Touristenstrasse von insgesamt 417 Kilometern länge). Küstenstrasse it is, aber bitte nicht bei Regen. Also ein AirBnB suchen, eins gefunden und ab in ein grosses Bett.

Zuerst noch die Rentiere

Ich wollte unbedingt Rentiere sehen wenn ich hier im Norden bin. Alle haben gesagt, die gibts zu Tausenden, aber weiter oben im Norden. Am Polarkreis vor zwei Wochen habe ich eine Herde gesehen, die war aber zu weit weg. Ich bin also unterwegs zu Anne-Lise und habe es schon lange abgeschrieben, dass ich noch Rentiere sehen werde. Und plötzlich steht da eine Herde von ca. 25 Tieren. Ich krieg mich fast nicht mehr ein vor lauter fotografieren (yess, 2x converter und 200 mm Objektiv rocken) und bestaunen. Coole Tiere das! Danach hiess es aber weiter zum AirBnB – es waren nur noch ca. 800 Meter bis dorthin.

Bei Anne-Lise und den Franzosen

Gelandet bin ich in Naurstad, ungefähr hälftig zwischen Fauske und Bodø. Ein AirBnB in dem man sich wie daheim fühlt. Anne-Lise vermietet ihre Zimmer in ihrem Haus auf einer kleinen Farm erst seit kurzem, und ich bin erst der dritte Gast. Neben einem äusserst sauberen Zimmer und Bad wurde ich mit bester, selbstgemachter Konfi und Sirup verwöhnt, ach ging es mir gut. Nur der Regen blieb aus – aber dazu gleich mehr.

Und dann kamen die beiden Franzosen, Sebastian und Zoé. Sie waren auch noch Gäste in der zweiten Nacht. Die Beiden sind echte Unikate. Sie fahren mit dem Fahrad von den Lofoten aus südwärts bis nach Portugal und wollen dabei der Antlantikküste folgen mit Abstechern nach Schottland und Irland. Und das coole dabei, sie haben ihre Surfbretter dabei und wollen die Wellen zähmen – oder umgekehrt, so genau weiss ich das nicht, bin noch nie gesurft (ausser im Internet und einmal auf Elba aber das ist schon 20 Jahre her.)

Auf in den Süden

Heute Morgen habe ich das AirBnB verlassen, nach einem kurzen Stop in Bodø, einem Blick auf den Malhstrom in Saltstromen bin ich nun auf dem Weg südwärts. Und wisst ihr was? Es regnet in Strömen – so viel zu meinem Plan, den Regen im Haus auszusitzen. Janu, ich habe ja ein solides Dach über dem Kopf – im Gegensatz zu den armen Franzosen – wo die wohl gerade sind?

5 Antworten auf „Abschied vom Norden – Sommer ich komme“

  1. Tja, voller Erlebnisse und Bilder, wie es eben sein muss.
    Vielen Dank für das wunderbare Foto von einem ‚Freddy‘ (falls du nicht weisst, wen ich damit meine, so kann es dir Christina erklären).
    Liebe Grüsse und alles Gute!
    Markus

    1. Neben Freddys habe ich auch noch viele Giggis und einige Bübüs gesehen, davon gibt es aber keine Fotos.
      So genug für mich heute vor dem Booti, Zeit um weiterzufahren.

      Gruss
      Janosch

      P.S. evtl weicht die Schreibweise von der seilerschen Schreibweise ab, aber es bleibt ja noch genügend Zeit um mich auch da noch weiterzubilden. 😀

      1. Genau, das heisst Buuti (ist ja klar). Ansonsten nicht schlecht 😉

        So awesome, du musst natürlich ummbedingt (!) Phötteli der Freddies posten 🙂

        Schniii

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