5 Tage Island – Feuer und Eis

Schon zweimal wollte ich dahin. Das erste Mal – naja, darüber spreche ich jetzt nicht öffentlich mein zweites Paris sozusagen. Das zweite Mal wollten Christina und ich im Jahr 2016 hier hin, haben uns dann aber aus Kostengründen für 3 Wochen Backpacking im Baltikum entschieden. Jetzt sind wir also hier.

Anreise

Wie bereits beschrieben, sind wir auf dem Weg nach Kanada für 5 Tage (oder 4 Nächte, denn eigentlich haben wir so „nur“ 3 ganze Tage zur Verfügung) in Island. Das ist wenig Zeit, sehr wenig Zeit. Und hier greife ich schon mal etwas vor. Macht das nicht, es lohnt sich nicht – es kostet nur verdammt viel Geld.

Geld

Island ist verdammt teuer. Wir haben ein AirBnB und unser Host sagt ganz offen, die Isländer zocken die Touristen ab und er sieht dadurch sogar den Tourismus bedroht. Ob das jetzt gut oder schlecht ist für das Land lasse ich mal unbeantwortet. Jedes noch so kleine Ding hat ein goldenes Preisschild dran und man zahlt sich dumm und dämlich. Wir haben fast 1000 Franken liegen lassen und haben weiss Gott nicht übermässig viel Geld ausgegeben.

Island

Kommt nach Island aber nicht nach Reykjavik. Kommt nach Island und nehmt euch Zeit. Mietet einen Camper oder kommt mit dem eigenen Fahrzeug und eben, nehmt euch Zeit. Nur schon was wir in den wenigen Tagen sehen durften ist jenseits von dem was ich jemals gesehen habe – und wir waren voll auf den ausgetretenen Pfaden unterwegs – dem Golden Circle.

Der Golden Circle

Nach einem deprimierenden Tag in Reykjavik haben wir uns hingesetzt und unseren Geldbeutel geleert. Mit den letzten Talern haben wir uns ein super Outdoorfahrzeug gemietet – nämlich einen VW UP.  Am Nachmittag um 15.00 Uhr gings los. Ja genau, um 15.00 Uhr – denn es bleibt ja bis Mitternacht hell und so können wir den Wagen am nächsten Tag am Flughafen zurückgeben und sparen uns den Shuttle dorthin und zahlen dafür einen Zuschlag in gleicher Höhe für OneWayRental.

Los gehts. Rein ins Auto, rauf auf die Autobahn und 5 Minuten später sind wir schon in der Natur. So ist Island!

Wir folgen lose dem golden Circle – einer touristisch vermarkteten Route in Südisland für Tagesausflügler von Reykjavik aus – so wie wir. Erstes Ziel, Pingvellir Nationalpark.

Foto eines grossen grauen Moosfelds im Pingvellir Nationalpark
Moosfeld im Pingvellir Nationalpark

Das Gebiet ist geprägt von durch Vulkanismus und Erosion und dadurch eindrückliche Felsspalten.

Foto von Felsspalten im Pingvellir Nationalpark die mit Moos bewachsen sind.
Felsspalten im Pingvellir Nationalpark

Geeignet auch für ein Fotoshooting.

Foto eines Fotoshootings im Pingvellir Nationalparks
Fotoshooting im Pingvellir Nationalpark

Ich hätte noch Stunden hier verbringen können und an der richtigen Belichtung und Position werkeln können aber ich wurde ultimativ aufgefordert weiterzufahren wenn ich denn noch etwas sehen möchte – tja so ist das wenn man nur ein paar Stunden hier sein kann.

Weiter gings zum Kerid Krater. Hier haben wir uns in Wanderausrüstung geschmissen um den hoch gelegenen Kraterrand zu erreichen. Nach zwei Minuten laufen, 500 Kronen Eintritt standen wir auch schon mit rund 200 anderen Personen am Kraterrand – golden circle style.

Foto des smaragdgrünen Sees im Kerid Krater in Island.
Kerid Krater

Und schon gings weiter zum Geysir. Ein weiteres Highlight – obwohl von Touristen überschwemmt – aber doch faszinierend. Da kommt dampfendes Wasser einfach aus vielen Erdlöchern und Spalten an die Oberfläche. Unheimlich die Vorstellung, dass unter einem Magma Wasser so stark erhitzt, dass es im 5 Minutentakt als Geysir an die Oberfläche steigt und diese in einer riesigen Wasserfontäne unter sich lässt.

Foto eines Geysirs in Island.
Geysir

Tja und schon war es 9 Uhr Abends. Wir wollten doch noch so viele Dinge besuche – hach…. aber etwas wollten wir uns dann doch nicht entgehen lassen und so fuhren wir noch bis an den Rand der isländischen Hochebene und statteten dem Gulfoss Wasserfall einen Besuch ab.

Foto des Gullfoss Wasserfalls mit einem Regenbogen.
Gullfoss Wasserfall

Eindrücklich tosen hier riesige Wassermassen über zwei Stufen in die Tiefe.

Foto der oberen Stufe des Gullfoss Wasserfalls im Abendlicht mit Wolkenhimmel.
Gullfoss Wasserfall obere Stufe

Wieder oben auf dem Parkplatz entdeckte ich dann mein zukünftiges Traumfahrzeug.

Foto eines isländischen Achtachser Outdoor Trucks.
Achtachser Outdoor Truck

Sicher über Stock und Stein (die Strassen – seien sie noch so breit und gross – können hier plötzlich in Geröllpisten übergehen nur um ein paar Kilometer weiter wieder als Asphaltstrasse weiterzugehen) und kein Eisfeld bleibt unverschont :-D.

Naja die Fantasie geht mit einem manchmal durch wenn es schon Abends um 10 Uhr ist, die Sonne immer noch scheint und man in einem unwirklich wirkenden Land ist. Für uns hiess es denn auch schon Abschied nehmen und so fuhren wir wieder zwei Stunden zurück und pünktlich mit dem Sonnenuntergang um halb zwölf erreichten wir Reykjavik für unsere letzte Nacht.

Abreise

Der Flughafen liegt 50 Kilometer ausserhalb von Reykjavik. Wir haben unseren 8 Achser geschnappt – ah nein unseren VW Up und sind also am nächsten Tag in Richtung Flughafen aufgebrochen. Aufgrund der Erfahrung haben wir eine Sicherheitsreserve von 3 Stunden für den Check-In eingeplant (nee nicht wirklich, es war ein Kompromiss für die 24 Stunden Miete des Autos).

Auf dem Weg zum Flughafen kann man noch einen Abstecher zur Blue Lagoon machen – einem weiteren Touristen Hotspot (im wahrsten Sinne des Wortes). Der Ort ist zwar spektakulär, wir rätseln aber dann doch wie echt das alles ist und wie viel davon für die Tourist – sagen wir mal zurecht gemacht ist.

Foto eines kleinen weiss-blauen Sees bei der Blue Lagoon in Island.
Blue Lagoon

Am Flughafen angekommen ist der Check-In in einer halben Stunde erledigt (diesmal ist Christina im Sicherheitscheck hängen geblieben – kchch). Wir haben also zweieinhalb Stunden Zeit noch einmal überteuertes Essen und Trinken zu geniessen bevor wir nach ca. 5 mal Pass zeigen unsere Boeing 767-300 nach Toronto besteigen und abheben.

Byebye Island – wir kommen wieder!

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